Die Atemwege

ZZum besseren Verständnis kurz ein paar Worte zum Aufbau der Atemwege.Das Atmungsorgan ähnelt in seinem Aufbau einem umgedrehten Baum mit zwei Kronen.Die Luftröhre entspricht dem Stamm, von dem die beiden großen Hauptbronchien wie zwei dicke Äste in die rechte und linke Lunge abgehen. Sie verzweigen sich in immer kleinere Äste, die Bronchien bzw. Bronchiolen (kleinste Bronchien).Wie die Blätter des Baumes enden die Bronchien als feinste Verzweigungen in den sogenannten Alveolen. Hier findet der Austausch der Gase (Sauerstoff und Kohlendioxid) zwischen Luft und Blut statt.

Vorzeichen des Asthmas erkennen

Lernen Sie, eine vorübergehende Verschlechterung Ihres Zustandes frühzeitig zu registrieren. Besonders hilfreich ist dabei die regelmäßige Messung des Peak Flows. Bei Verschlechterung der Atemflußwerte sollten Sie sofort die notwendigen Gegenmaßnahmen ergreifen und können so z.T das Eintreten einer akuten Notfallsituation von vornherein vermeiden. Bitte sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt darüber.
Asthma ist eine Erkrankung, die mit vorwiegend anfallsweise auftretender Atemnot einhergeht. Die Symptome kennen Sie sicherlich aus dem eigenen Erleben Luftnot, Husten, Pfeifen oder ein Geräusch über der Lunge, das der Arzt als «Giemen» bezeichnet. Ausgelöst wird diese Atemnot durch eine vorübergehende Verengung der Bronchien, die durch eine Überempfindlichkeit und Entzündung der Atemwege bedingt ist.

Die Verengung der Bronchien wird durch drei 3 Faktoren verursacht:

  • Die Muskeln der Bronchien verkrampfen sich. Diese Verkrampfung nennt man Bronchospasmus.
  • Die Schleimhaut, mit der die Bronchien innen bedeckt sind, schwillt an und verdickt sich. Diese Reaktion kommt vor allem durch eine Entzündung zustande.
  • Die entzündete Schleimhaut produziert besonders viel zähen Schleim, der schlecht abgehustet werden kann. Dieser Schleim kann die Bronchien teilweise oder vollständig verstopfen.

Ob nun der eine oder andere dieser Faktoren im Vordergrund steht, der Effekt ist immer der gleiche: Atemnot.

Wo liegen die Ursachen?

Leider kann man diese Frage trotz allen medizinischen Fortschritts in der Medizin immer noch nicht erschöpfend beantworten. Wie bei den anderen chronischen Erkrankungen stößt man bei der Erforschung der Ursachen meist auf ein Bündel von Faktoren, das gemeinsam die Basis für die Erkrankung bildet. Wesentliche Grundlage jeder Asthmaerkrankung ist eine ständig vorhandene Überempfindlichkeit der Bronchien, das sogenannte hyperreagible Bronchialsystem. Nicht jeder mit einem überempfindlichen Bronchialsystem muss Asthma bekommen aber: jeder, der Asthma hat, besitzt ein überempfindliches Bronchialsystem. Das kann sich z.B. darin äußern, dass kalte Luft, Rauch, Staub oder Nebel die Atemwege heftig reizen. Erhöhte Reizbarkeit kann angeboren sein oder im Laufe des Lebenserworben werden.
Prinzipiell unterscheidet man drei verschiedene Asthmaformen, die aber alle eine Überempfindlichkeit des Bronchialsystems als gemeinsame Grundlage haben:

  • Allergisches Asthma entweder gegen ein einziges Allergen oder mehrere verschiedene Allergene
  • Nicht allergisches Asthma beginnt meist mit einem Bronchialinfekt, der eine Überempfindlichkeit der Bronchien nach sich zieht
  • Mischform» aus allergischem und nichtallergischem Asthma
  • Besonders im Kindesalter bedeutsam ist das Anstrengungsasthma, d.h. die Auslösung anfallartiger Atemnotbeschwerden durch körperliche Belastung.
  • Das allergische Asthma tritt am häufigsten bei Kindern und Jugendlichen oder im jüngeren Erwachsenenalter auf. Ein Asthma, das nach dem 40. Lebensjahr zum ersten Mal auftritt, ist dagegen weniger häufig durch eine Allergie bedingt. Hier können wiederholte Bronchialinfekte die Ursache sein, die die Schleimhaut der Atemwege derart schädigen, dass daraus auch ohne akuten Infekt ein Dauerzustand erhöhter Reizbarkeit entsteht. Von der Reizbarkeit zur Verkrampfung der Bronchien, d.h. Asthma, ist es dann manchmal nur noch ein kurzer Weg.

Was sind die Auslöser?

Eine Vielzahl von Auslösern kann bei Asthmatikern eine akute Verengung der Bronchien und Atemnot auslösen.

  • Substanzen, die wir einatmen (z.B. Allergene Gräserpollen, Schimmelsporen, Katzenhaare, Hausstaub, Farben, Sprays)
  • Nahrungsmittel (eher selten lösen die Nahrungsmittel selbst eine allergische Reaktion aus(z.B. Milchprodukte und Eier). Häufiger besteht eine Allergie gegen darin enthaltene Konservierungsstoffe (z.B. in Trockenobst, Dessertcreme, Salatdressing, Konserven)
  • Medikamente (z.B. bestimmte Schmerzmittel)

Körperliche Belastungen

Durch schnelles Atmen können körperliche Belastungen zu Atemnot führen besonders, wenn die Luft trocken und kalt ist.

Seelische Belastungen

Vielleicht kennen Sie aus eigenem Erleben Situationen psychischer Anspannung, wie z.B. Stress, Ärger und Hetze, bei denen Sie eine Verschlechterung Ihrer Atmung verspüren.
Aber auch Angstgefühle, die im Alltag verdrängt werden, können aus dem Unbewussten heraus auf Dauer einen negativen Einfluss auf die Gesundheit entfalten. Daher ist es wichtig für Sie, mit Konflikten bewusst umzugehen und offen mit anderen Menschen darüber zu reden, sonst können auch Alltags Probleme die Krankheit verschlimmern.
Keinesfalls sollte das Asthma selbst zu einer Quelle von Angst und Unruhe werden, weil Sie sich vor wiederkehrenden Atemnotanfällen fürchten oder sich um Ihre Zukunft Sorgen machen. Versuchen Sie, diese Angst zu überwinden, indem Sie Ihr Asthma selbst kontrollieren.
Genaue Kenntnisse der körperlichen Vorgänge und der Eigenheiten Ihrer Erkrankung eben sowie die möglichen Gegenmaßnahmen und deren Anwendung sind die besten Hilfsmittel dazu.
Auch starke Gefühlsregungen, wie Trauer, Wut oder Enttäuschung können Asthmabeschwerden verstärken oder auch einmal einen akuten Asthmaanfall auslösen. Diese Faktoren kann man natürlich nicht völlig ausschalten, aber man kann lernen, Warnsignale zu erkennen und z.B. durch rechtzeitige Inhalation der von Ihrem Arzt zu diesem Zweck verordneten Medikamente Schlimmeres zu verhindern.
Aber: Lassen Sie sich nicht einreden, Ihr Asthma habe rein psychische Ursachen. Es gibt keine wissenschaftliche Untersuchung, die dies belegt. Psychische Probleme stellen lediglich einen Verstärkungsfaktor für die Asthmasymptomatik dar, ebenso wie bei vielen anderen chronischen Krankheiten.
Das Wichtigste zum Thema Psyche und Asthma zum Schluss: Denken Sie immer daran, dass Sie auch selbst an Ihrem Zustand arbeiten können. Positives Denken, Optimismus, Ausgeglichenheit und der Glaube an die eigenen Kräfte können zu einer deutlichen Besserung führen. Daran sollten Sie sich selbst immer wieder erinnern.

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